Wieso Produkte vom Pferd?

 Während meiner Recherchen zur Diplomarbeit, die ich als Landwirt und Pferdefreund über das Thema: „Der Zugpferdeeinsatz im Deutschland des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts“ geschrieben habe, entstanden meine ersten Grundgedanken zur Wiederentdeckung des Pferdes auch als Lieferanten wertvollen Fleisches und Leders.


Die erschreckenden Entwicklungen in der Massentierhaltung im Verlaufe der vergangenen Jahrzehnte lassen mich nun das Thema 'Nutzung des Pferdes zur Fleischerzeugung' wieder aufgreifen.

Die Naturvölker lebten oder leben auch von der Jagd auf wilde Tiere. Diese ermöglichten ihnen das Überleben schlechthin und wurden deswegen geradezu verehrt.

Es wurden niemals mehr Tiere getötet als notwendig war für das Überleben der Menschen.

Und es wurden möglichst alle Teile der Tiere verwendet, alles war kostbar.

 

In ganz ähnlicher Haltung verstehe ich mein Ansinnen, Produkte von Pferden zu verkaufen.

 

Die Entwicklungen der heutigen Agrarindustrie  mit immer riesigeren Tierbeständen, und in der Folge einer dauernden Belastung dieser Tiere mit chemischen "Hilfsmitteln", einer unwürdigen quälerischen Haltungsform sowie zerstörter landwirtschaftlicher Kulturlandschaft lassen es mir mittlerweile völlig unverständlich erscheinen, Pferde, welche fast immer ein prima gesundes Leben auf der Grundlage einheimischen Futters geführt haben,  NICHT zu schlachten und somit sinnvoll zu nutzen.

 

Hinzu kommt mein Anliegen, der heutigen erschreckenden Entfremdung entgegenzuwirken,  welche den großen Bereich der Lebensmittel schlechthin erfasst hat.

In meiner Kinder-und Jugendzeit war es völlig selbstverständlich und alltäglich, ja lebensnotwendig, dass auf dem Lande von beinahe jedem Dorfbewohner Tiere gehalten und auch geschlachtet wurden, um das eigene Leben zu ermöglichen. Es wurden Schinken und leckere Würste verschiedenster Art gemacht, die einem den langen Winter zu durchstehen erleichterten.

Welcher junge Mensch unserer Zeit weiss denn aus eigenem Erleben, wo die Lebensmittel des täglichen Bedarfes herkommen, wie sie hergestellt werden, auch, wie ein Tier geschlachtet wird?

Als Folge dieser Entfremdung kommt dann 'vegan sein' groß in Mode, und plötzlich finden sich jene Menschen in einer angeblich moralisch verwerflichen Ecke wieder, die ihre körperliche Energie wie seit jeher unsere Vorfahren auch, aus dem Genuss guten Fleisches beziehen!

Und zudem stelle ich eine zunehmende Vermenschlichung der Tierwelt schlechthin fest, welche mich, der ich mich durchaus als Tierfreund verstehe, sehr irritiert.

Tiere und Menschen werden gleichgesetzt, besonders von 'Veganern' und Tierfreunden.

Dies halte ich für einen ganz und gar unzulässigenGedanken, eine Verirrung.

Jene Tiere,die vom Menschen gezüchtet wurden, unterstehen der Verantwortung des Menschen, und in gewissen Grenzen auch seiner Verfügungsgewalt.

 Deswegen habe ich eine sehr große Dankbarkeit gegenüber jenen Tieren, welche dann ihr Leben lassen, damit wir leben können. Genau so hielten es die Indianer und alle Naturvölker und auch unsere Vorfahren in Europa.

 

Heinrich Zimmermann

 

 

Pferdeschlachter      Rossi Pferdefleisch

Warum Pferdefleisch von ROSSI?

-  gesunde Tierhaltung mit viel Auslauf unter Sonne und Wind!

- Die Pferdehaltung ist nicht intensivierbar wie bei Schweinen und      Geflügel.

-  Herkunft aus Deutschland, von genau erklärten anderen Herkunftsgebieten oder von Wildpferden!

- sehr fettarmes, eiweiss- und vitaminhaltiges Diätfleisch

-  keine Antibiotika, keine Wachstumshormone!

-  stressfreie Schlachtung der hier gekauften Pferde im Handwerksbetrieb nach   EU-Vorgaben!

 - kurzer Transportweg der Pferde zum Schlachtbetrieb!

 

 

 

Beinahe alles Fleisch, welches in unseren Gesellschaften verzehrt wird, stammt von Tieren aus Massenhaltung. Kaum jemand weiß, was dies in der alltäglichen Praxis sowohl für die Tiere, aber auch für die sie betreuenden Menschen und besonders für den Konsumenten, bedeutet.

Eine wesentliche Stütze der Massentierhaltung in puncto Futter ist einerseits der Import von Soja und andererseits die Ausweitung des hiesigen Maisanbaues zuungunsten wirklicher Fruchtfolgen, welche ein eigentliches Kennzeichen einer Landwirtschaft nach guter beruflicher Praxis sind. Der großflächige Maisanbau auf häufig derselben Fläche ist in jeder Hinsicht schädlich und verwerflich, nur nicht aus kurzfristigem betriebswirtschaftlichen Blickwinkel!

Mittel- und langfristig zerstört er nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit und schädigt das Grundwasser. Er entzieht sehr vielen wilden Tier- und Pflanzenarten die Lebensgrundlage.

Das gleiche gilt für die riesigen Soja-Anbauflächen in Übersee in noch schärferer Form.


Die Pferdehaltung hingegen ist aufgrund artspezifischer Besonderheiten kaum intensivierbar.

Pferde verlangen kein besonders Kraftfutter außer etwas Hafer, welcher hier im Lande angebaut wird.

Für Kleinpferderassen wie die Haflinger ist schon Hafer, sogar junges Gras, zu eiweissreich und deswegen gesundheitsschädigend.

Die Futtergrundlage sind Heu und Stroh aus heimischer und hofnaher Produktion.


Die Pferdehaltung zeichnet sich außerdem durch eine weitgehend naturgemäße, artgerechte Haltungsform mit viel Bewegung in frischer Luft aus, denn das Stehen im Stall macht die Tiere ebenso nach kurzer Zeit krank.


Aus den genannten Gründen halte ich also für sinnvoll, weniger Fleisch zu essen, aber dafür solches von Tieren, welche ein gutes Leben führen konnten und deren Haltungsform nicht zu den beschriebenen Tatbeständen führt.


 Pferde werden schon seit jeher auch bei uns im europäischen Kulturkreis zur Nahrungsgewinnung geschlachtet.  Früher waren es meist die älteren Arbeitspferde und heute jene Tiere, welche aufgrund von Fehlern des Knochenbaues, der Hufe oder auch des Charakters nicht geeignet sind,dem Menschen zu dienen.

Auch Fohlen werden für die Schlachtung aufgezogen, weil ja längst nicht alle Jungtiere dem Zuchtziel entsprechen.

 

WILDPFERDE:  Gleich ob es um die Mustangs in Nordamerika, die Ponies auf Island, die Wildpferde des Dülmener Bruchs oder der Camargue in Frankreich geht, immer ist es so, dass diese Herden auf notwendig begrenztem Raum leben und sich dort jährlich vermehren. Die Raum- und Futtergrundlage bietet nur Lebensmöglichkeit für eine begrenzte Anzahl von Tieren.

Somit liegt es natürlich in der Verantwortung und Zuständigkeit des Menschen, diesen vermeintlich natürlichen Lebensraum auch zu schützen und zu bewirtschaften, damit dieser Lebensraum mit diesen Wildpferden oder Halb-Wildpferden auch zukünftig weiter existieren kann.

Denn: Nutzen bedeutet ja auf keinen Fall ausrotten oder zerstören!

 

Dieser sehr verständliche Sachverhalt bietet uns nun die Möglichkeit, jährlich begrenzt, köstlichstes und gesundestes Wildpferdefleisch in eine Verarbeitung zu bringen, eine wahre und seltene Delikatesse!

 

 

 Die Pferdefleischprodukte von 'ROSSI' stammen aus Prinzip nur von solchen Tieren, welche nicht medikamentös behandelt wurden.

Es werden nur gesunde Tiere von ausgesuchten Zuchtbetrieben in Deutschland gekauft!

 

 

                                                                                       

 

---

 

Lieber einschläfern als schlachten?

Oftmals wird angenommen, das so genannte 'Einschläfern' sei doch viel rücksichtsvoller und weniger 'schlimm' als die Schlachtung.

Das Gegenteil ist der Fall:

Das Tier werden lähmende Gifte verabreicht, welche Herz und Atmung langsam zum Stillstand kommen lassen. Diese Vergiftung dauert immer mehrere Minuten, oftmals müssen die Injektionen wiederholt werden.

Bei der Schlachtung dagegen wird das Tier im Bruchteil einer Sekunde durch den Bolzenschuss in das Gehirn getötet.

Eine Transportfahrt ist das Pferd in den meisten Fällen ohnehin gewohnt. Wesentlich ist hierbei, dass die Fahrten nicht stunden- oder gar tagelang dauern. Bisher werden viele Schlachtpferde in das benachbarte Ausland gefahren, was für die Tiere eine große Qual ist.  Also ist dies auch ein Plädoyer für den Erhalt regionaler Strukturen in der Lebensmittelerzeugung.

Viele wertvolle und schöne Pferderassen können überhaupt nur weiterexistieren, weil viele dieser Tiere in die Schlachtung kommen, so paradox dies auch klingt.

Die verschiedenen alten Rassen sind ein wertvolles Kulturgut, welches es zu erhalten gilt!

 

ROSSI  Das Beste!  Vom Pferd! Wildpferdefleisch, Mustangschinken, Mustangsalami

In Deutschland wird seit dem Jahre 2009 jedem Fohlen  der sogenannte Equidenpass ausgestellt , worin vermerkt wird, ob es später einmal für die Schlachtung verwendet werden kann oder aber 'eingeschläfert' werden soll.

Jene Pferde, welche für die Schlachtung nicht ausgeschlossen werden, dürfen im Krankheitsfalle nur zeitlich begrenzt medikamentiert werden und das keineswegs noch kurz vor der Schlachtung! Die amtliche Fleischbeschau garantiert dies durch Gewebeproben.

 Wir kaufen nur Schlachtpferde mit entsprechend formuliertem Pass!

 

So erkennen wir bei etwas genauerem Hinsehen, dass unsere Pferde bislang völlig zu Unrecht von unseren Verzehrgewohnheiten ausgeschlossen waren!

Denn es entspricht doch auch geradezu der Würde eines so schönes Tieres, dass wir seine wertvollen Teile ebenso wertschätzen wie das ganze lebendige Wesen!

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Angebotspalette rund um das Thema 'Das Beste vom Pferd' wird nach guter Vorbereitung für Sie weiter vergrößert!

- regionale und internationale Fleischspezialitäten

- schöne ausgesuchte und bestens gegerbte Pferdefelle,

umwelt- und hautverträglich gegerbtes Pferdeleder

sowie hochwertige Lederwaren:

Vom Ross!

ROSSI  Das Beste!  Vom Pferd!
Pferdeleder  Pferdelederhosen Ledertaschen Unikate Wildpferdesalami Mustangschinken